Mittwoch, 7. September 2016

Dienstag 6.9. - Mit der weißen Bora nach Vis

"Willi, ich geh' auf's Häusl Kaffee kochen". Mit diesen Worten verabschiedet sich Mene mit der Espresso-Maschine unterm Arm in Richtung Herren-WC, weil es dort angeblich eine passende Steckdose gibt. Ab diesem Zeitpunkt weht dort ein interessanter Kaffeehausduft, was die dort anwesenden Herren geflissentlich ignorieren. Uns ist das egal, wir genießen zum ersten Mal auf diesem Törn unseren mitgebrachten Nespresso.



Die Bora bringt Sonne und frisches Wetter und Wind. Wir verlassen die Marina, freuen uns aufs Segeln und starten gleich mit gerefftem Groß. Wind von Achtern, aber leider haben wir das Groß auf der falschen Seite. Skipper Willi - gerade Rudergänger - sagt: "Halse moch i sicher kane!" Im nächsten Moment macht er eine Patenthalse, dass alle für ein paar Sekunden komplett ruhig sind. Gut, dass Marcel die Leine des Bullenstanders noch losgelassen hat. Sonst hätte er einen soliden Bungee Jump ins Meer hingelegt. Böse Zungen behaupten, dass Willi gerade abgelenkt war, weil er ein See-Pokémon fangen wollte. Er behauptet, er hat Navionix geschaut.



Die Fahrt ist sehr stürmisch und wir haben Wellen, Spritzwasser und viel Sonne. Mene macht Mittagessen (Döner-Liefersevice im Plastiksackerl) und Willi füttert Fische, Rupert schläft am Vordeck (!) und wird nur ganz wenig nass.






Nach 38 Seemeilen kommen wir in Vis an und hoffen auf einen Platz an der Mole. Leider ist alles voll, und so müssen wir an einer Boje festmachen. Mene ist traurig und macht sich wirklich Sorgen,  wie er eine Nacht mit dieser Schaukelei vertragen wird. Außerdem müssen wir mit dem Dinghi (Wassergacksi) zu den Sanitäranlagen. Abendessen ist im Pojoda an Land geplant. Mene stellt eine ganz harmlose Frage, die den ganzen Abend für Lachen sorgt. "Wann besteigen wir dieses Dinghi?"



Die Dinghifahrt bei rund 20 Knoten im Hafenbecken hat es in sich. Beim Verholen des Dinghis am Strand muss Marcel mitsamt den Schuhen ins Wasser und so manche Hose wird ein wenig nass.




Nach einem wunderbaren Abendessen und Eis geht's wieder zurück an Board. Vier Gentlemen retten sich ins erste Boot und lassen Gabi und Sissi allein an einer finsteren Stelle an Land zurück. Selbst der frischgebackene Ehemann ist weg. Sämtliche nachträgliche Erklärungsversuche (weil ich den Bootsschlüssel gehabt habe, weil ich Eure Sachen nehmen wollte, damit ihr mehr Platz habt ...) wirken irgendwie wie Ausreden.




Zurück an Board löst Mene wieder einen Lachanfall aus. Jedes Crewmitglied hat einen nassen Popo und Mene erinnert das an Paviane. Somit haben wir die Lach-Yoga-Einheit für heute auch erledigt. Was Limoncelli alles bewirkt :-).

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