Heute ist es bedeutend ruhiger und wir Frühstücken gemütlich an der Boje in Vis. Beim Ablegen sehen wir ein Wasserflugzeug, das von Boje zu Boje in Richtung Altstadt fährt. Weiter draußen beobachten wir ein Kriegsschiff und Flugzeuge, die einen Luftangriff simulieren. Willi überlegt kurz, ob er seine Flagge der österreichischen Kriegsmarine einholen soll. Die Fahrt ist ruhig und unspektakulär, Mene geleitet uns sicher nach Maslinica.
Es beginnt zu regnen und wir wollen rasch in die Marina, aber leider sind alle Plätze besetzt oder reserviert. Der Marinero macht einen Blick auf die Crew - hat Erbarmen - und ruft seinen Freund an, der einen Mooringplatz direkt an der Mole im Ort hat. Für 400 Kuna (natürlich ohne Rechnung) liegen wir ganz bequem an der Mole bei Tauchschiffen und Ausflugsbooten.
Marcel kocht ... nachdem er die ganze Woche sein Spezialrisotto angekündigt hat ... und es schmeckt wirklich supergut. Vielleicht ist 1 Kilo Reis doch zu viel für uns, denn uns steht die Wampe.
Bewegung ist angesagt - Marcel will unbedingt die paar Schritte über den Berg in die Bucht zu dem Wirt wandern, wo er schon einmal geankert hat. Die Crew beginnt sehr träge zu gehen und die Leidenschaft für die Nachtwanderung ins unbekannte und unbeleuchtete Gelände hält sich in Grenzen. "Müssen wir außerhalb des Bootes auch alles machen, was der Skipper sagt?" "Wo sind wir - am A....?" "Ich glaub wir sind schon mittendrin!" Das sind nur einige Sager der motivierten Crew. an einer dunklen Weggabelung treffen wir wieder auf einen Menschen und fragen nach dem Weg. "Straight ahead but the way is very rough! ist die Beschreibung des Einheimischen. Willi unser Englishman ist begeistert: "Ohh veeri neiß :-)!" Mit der Stirnlampe der Naturparkrangerin Gabi erreichen wir unser Ziel doch noch und der Ausblick lohnt sich wirklich.
PS: Den Rückweg schaffen wir in rund 30 Minuten - es sind ja auch nur knapp 2 km Strecke.
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